Das Blindspielen
Was ist Blindschach?
Beim Blindschach (auch Blindspielen genannt) spielt ein Schachmeister ohne Sicht auf das Brett. Er muss sämtliche Figuren und deren Positionen ausschließlich im Kopf behalten. Die Züge werden mündlich angesagt – der Blindspieler „sieht" das Brett nur in seiner Vorstellung.
Besonders spektakulär sind Blindsimultanvorstellungen, bei denen ein Meister gegen mehrere Gegner gleichzeitig blind spielt und dabei dutzende Stellungen parallel im Gedächtnis behält. Jacques Mieses war für solche Demonstrationen berühmt und führte sie regelmäßig in Schachvereinen und bei öffentlichen Veranstaltungen vor.
Das Blindspielen
1918| Titel | Das Blindspielen |
|---|---|
| Untertitel | Eine schachpsychologische-historische Skizze, nebst einer Auswahl ohne Ansicht des Brettes gespielter Partien |
| Autor | Jacques Mieses |
| Verlag | Hans Hedewig's Nachfolger, Curt Ronniger |
| Ort | Leipzig |
| Jahr | 1918 |
| Kategorie | Schachpsychologie, Geschichte |
Zum Inhalt
Mieses verbindet in diesem Werk historische Betrachtungen zur Tradition des Blindspiels mit psychologischen Überlegungen zur mentalen Leistung der Blindspieler. Der praktische Teil enthält eine Auswahl kommentierter Partien, die ohne Ansicht des Brettes gespielt wurden – darunter vermutlich auch eigene Blindpartien des Autors.
Mieses als Blindspieler
Jacques Mieses war selbst ein versierter Blindspieler und führte während seiner langen Karriere zahlreiche Blindsimultanvorstellungen durch. Diese Veranstaltungen waren beim Publikum äußerst beliebt und trugen zur Popularisierung des Schachspiels bei. Mit diesem Buch gibt Mieses sein praktisches Wissen und seine Erfahrungen auf diesem Gebiet an interessierte Leser weiter.