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Historische Fotos von Jacques Mieses | Bildergalerie

Bilder von Jacques Mieses

Drei Porträts aus drei Lebensabschnitten zeigen Jacques Mieses auf seinem Weg vom jungen Meister zum Grand Old Man des Schachs. Die Aufnahmen umspannen mehr als ein halbes Jahrhundert – eine Zeit, in der sich die Welt grundlegend veränderte, Mieses aber dem Schachspiel stets treu blieb.

Jacques Mieses als junger Schachmeister, ca. 1890-1895

Der aufstrebende Meister

ca. 1890–1895

Ein selbstbewusster Blick, ein gepflegter Schnurrbart – so präsentierte sich Mieses in seinen Zwanzigern, als er bereits die Berliner Meisterschaft gewonnen hatte und sich anschickte, die internationale Schachbühne zu erobern. Diese Jahre markierten seinen Aufstieg in die Weltspitze.

Jacques Mieses als gestandener Großmeister, ca. 1905-1915

Der gestandene Großmeister

ca. 1905–1915

In dieser Phase seines Lebens stand Mieses auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. 1907 gewann er das Trebitsch-Memorial in Wien und zählte mit einer Elo-Wertung von 2595 zu den zehn besten Spielern der Welt. Gleichzeitig etablierte er sich als gefragter Schachautor und Journalist.

Jacques Mieses im hohen Alter als Nestor des Schachs, ca. 1945-1950
Der Nestor des Schachs
ca. 1945–1950

Mit über 80 Jahren noch immer am Brett – und noch immer gefährlich! Nach seiner Emigration nach England 1938 spielte Mieses unbeirrt weiter. 1946 gewann er in Hastings mit 80 Jahren den Schönheitspreis, 1950 wurde er einer der ersten FIDE-Großmeister der Geschichte.

Jacques Mieses beim Schachspiel, Ort und Datum unbekannt
Mieses am Brett
Ort und Datum unbekannt

Eine seltene Aufnahme zeigt Mieses in seinem Element – vertieft in eine Schachpartie. Ort und Zeitpunkt der Aufnahme sind nicht überliefert, doch die Konzentration und Hingabe des Meisters sind unverkennbar.

Simultanvorstellung von Jacques Mieses im Verein Bar Kochba gegen 25 Schachspieler, ca. 1935
Simultanspiel im Bar Kochba
Leipzig, ca. 1935

Simultanvorstellung gegen 25 Schachspieler im jüdischen Sportverein Bar Kochba Leipzig. Im Vordergrund: Mieses (links) gegen Felix A. Theilhaber. Nach seinem Ausschluss aus Turnieren des Großdeutschen Schachverbandes fand Mieses im Bar Kochba eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten, seinem Lebensinhalt nachzugehen.

Vera Menchik spielt gegen Jacques Mieses in ihrem Wettkampf 1942
Mieses gegen Vera Menchik
1942

Vera Menchik, die erste Schachweltmeisterin der Frauen, im Wettkampf gegen den 77-jährigen Mieses. Zwei Schachlegenden im englischen Exil – Menchik, die 1944 bei einem deutschen V1-Angriff auf London ums Leben kam, und Mieses, der unbeirrt weiterspielte.

Zeitgenössische Beschreibungen

„Mieses ist einer der brillantesten Spieler unserer Zeit. Wenn ihm erlaubt wird, die Art von Position zu erreichen, wo Phantasie und Mut gefragt sind, ist er unaufhaltsam."

Zeitgenössischer Kommentar, ca. 1907
Wussten Sie schon?

Mieses blieb bis ins hohe Alter erstaunlich fit. Mit 86 Jahren ging er noch täglich schwimmen und machte Liegestütze im Hyde Park. Sein Geheimnis? Tägliche Freiübungen und eine unerschütterliche Leidenschaft für das Schach. Als er 1948 mit 83 Jahren in Stockholm Dritter wurde und gegen den 84-jährigen van Foreest gewann, kommentierte er trocken: „Die Jugend hat triumphiert!"