Hundert lehrreiche Stellungen
Ein Werk von Jacques Mieses
Dieses Lehrbuch zeigt Mieses nicht nur als Spieler, sondern auch als Schachpädagogen. Er wählte 100 instruktive Stellungen aus Meisterpartien aus und kommentierte sie für Lernende – ein wertvolles Zeitdokument der Schachliteratur.
Hundert lehrreiche Stellungen aus Schachmeisterpartien
Von J. Mieses| Titel | Hundert lehrreiche Stellungen aus Schachmeisterpartien |
|---|---|
| Autor | J. Mieses |
| Verlag | Hans Hedewig's Nachfolger, Curt Ronniger |
| Ort | Leipzig |
| Art | Lehrbuch |
| Inhalt | 100 kommentierte Stellungen |
Zum Verlag
Der Verlag Hans Hedewig's Nachfolger, Curt Ronniger in Leipzig war einer der führenden Schachverlage Deutschlands. Er gab auch die renommierte Zeitschrift „Deutsche Schachblätter" heraus, in der 1949 das berühmte Interview mit Mieses erschien.
Das Konzept
Mieses wählte 100 lehrreiche Stellungen aus Partien der besten Schachmeister seiner Zeit aus. Jede Stellung wird analysiert und erklärt – ein praktischer Ansatz, der dem Leser hilft, taktische und strategische Muster zu erkennen.
Jacques Mieses war nicht nur ein gefürchteter Turnierspieler, sondern auch ein produktiver Schachschriftsteller. Seine Bücher zeichnen sich durch klare Sprache und praxisnahe Beispiele aus. Er schrieb für verschiedene Verlage, darunter auch Reclam, wo er populäre Lehrbücher veröffentlichte.
Weitere Werke von Mieses
- Turnierbuch San Sebastián 1911 (offiziell)
- Lehrbücher bei Reclam
- Mitarbeit am „Dufresne" (ab 1881)
- Zahlreiche Zeitungsartikel
Seine Stärken als Autor
- Verständliche Erklärungen
- Praktische Beispiele aus echten Partien
- Humor und persönliche Anekdoten
- Jahrzehntelange Spielerfahrung
Historischer Kontext
Schachlehrbücher wie dieses waren im frühen 20. Jahrhundert die wichtigste Möglichkeit für Amateure, von den Meistern zu lernen. Ohne Computer und Datenbanken studierten Schachspieler gedruckte Sammlungen kommentierter Stellungen und Partien.
Leipzig war damals das Zentrum des deutschen Schachverlagswesens – hier wurden die wichtigsten Schachzeitschriften und -bücher gedruckt, und hier wurde 1877 auch der Deutsche Schachbund gegründet.