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Lehrbuch des Schachspiels | Dufresne-Mieses

Lehrbuch des Schachspiels

Lehrbuch des Schachspiels

seit 1881
Buchcover: Lehrbuch des Schachspiels von J. Dufresne und J. Mieses Klicken zum Vergrößern
Titel Lehrbuch des Schachspiels
Spitzname „Der kleine Dufresne"
Autoren Jean Dufresne & Jacques Mieses
Verlag Philipp Reclam jun. (Universal-Bibliothek)
Ort Leipzig (später Stuttgart)
Erstausgabe 1881
Auflagen Über 30 (31. Auflage 2004)
Kategorie Umfassendes Lehrwerk

Geschichte des Werkes

Jean Dufresne (1829–1893)

Der Berliner Schachmeister und Schriftsteller Jean Dufresne verfasste die Erstausgabe 1881 für Reclams Universal-Bibliothek. Er selbst bearbeitete die Auflagen 1–6 bis zu seinem Tod 1893. Dufresne ist vor allem als Gegner Adolf Anderssens in der berühmten „Immergrünen Partie" (1852) bekannt.

Jacques Mieses übernimmt (ab 1901)

Für die 7. Auflage (1901) gewann der Verlag Jacques Mieses, der durch sein glänzendes Spiel und seinen ausgezeichneten Ruf als Schachjournalist bekannt war. Mieses betreute das Lehrbuch über fünf Jahrzehnte bis 1952 und prägte es so nachhaltig, dass es seither zu Recht unter der gemeinsamen Autorschaft „Dufresne-Mieses" erscheint.

Spätere Bearbeiter

Nach Mieses' Tod (1954) übernahm Rudolf Teschner die Bearbeitung und führte das Werk bis zur 31. Auflage (2004) fort. In der 19. Auflage steuerte auch der Berliner Meister Kurt Richter kommentierte Partien bei.

Historische Würdigung

Der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg bezeichnete das Lehrbuch des Schachspiels 1929 in einem Brief an Paul Dirac als „das beste Buch über Schachtheorie".