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San Sebastián 1911 | Offizielles Turnierbuch

Internationales Schachturnier zu San Sebastián

I. und II. Internationales Schachturnier zu San Sebastián

1911 / 1912
Buchcover: I. und II. Internationales Schachturnier zu San Sebastián 1911 und 1912, Edition Olms Klicken zum Vergrößern
Titel I. und II. Internationales Schachturnier zu San Sebastián 1911 und 1912
Autoren Jacques Mieses & Dr. Moritz Lewitt
Vorwort Christiaan M. Bijl (Nachdruck)
Verlag Edition Olms (Nachdruck)
Original: Hans Hedewig's Nachf., Leipzig
1. Auflage Verlag Dr. Wedeking & Co., Berlin, 1911, 128 S. (Band I)
Verlag Dr. Wedeking & Co., Berlin, 1912 (Band II)
Original 1919 / 1920 (2. Auflagen)
Umfang 2 Bände in einem Band, zusammen 344 Seiten
ISBN 3-283-00137-5
Reihe Tschaturanga, Band 24

Historische Bedeutung

San Sebastián 1911

Das Turnier im Grand Casino von San Sebastián (20. Februar – 17. März 1911) versammelte fast alle Top-10-Spieler der Welt – nur Emanuel Lasker fehlte (er heiratete am 1. März 1911). Der sensationelle Sieger war der in Europa unbekannte José Raúl Capablanca, der damit seinen triumphalen Eintritt in das europäische Schach feierte.

Endstand 1911:

  • 1. Capablanca – 9,5 Punkte
  • 2.–3. Rubinstein, Vidmar – je 9 Punkte
  • 4. Marshall – 8,5 Punkte

San Sebastián 1912

Im Folgejahr gewann Akiba Rubinstein das Turnier vor Spielmann und Nimzowitsch. Capablanca nahm nicht teil. Rubinstein gewann in diesem Jahr fünf große Turniere in Folge – eine beispiellose Serie.

Das berühmte Zitat

„Laskers Stil ist klares Wasser mit einem Tropfen Gift darin, der es opalisieren lässt. Capablancas Stil ist vielleicht noch klarer, aber es fehlt der Tropfen Gift."

— Jacques Mieses, erstmals im Berliner Tageblatt, wiederabgedruckt im Turnierbuch (S. 16).
Hinweis: Dieses Zitat wird häufig fälschlich Rudolf Spielmann zugeschrieben. Edward Winter dokumentiert in Chess Notes (C.N. 3161), dass die Originalquelle zweifelsfrei Mieses ist.

Die Teilnehmer 1911

Eine Versammlung der weltbesten Spieler ihrer Zeit:

  • José Raúl Capablanca (Kuba)
  • Akiba Rubinstein (Russland/Polen)
  • Milan Vidmar (Österreich-Ungarn)
  • Frank James Marshall (USA)
  • Dr. Siegbert Tarrasch (Deutschland)
  • Carl Schlechter (Österreich)
  • Géza Maróczy (Ungarn)
  • David Janowski (Frankreich)
  • Aron Nimzowitsch (Russland)
  • Rudolf Spielmann (Österreich)
  • Dr. Ossip Bernstein (Russland)
  • Richard Teichmann (Deutschland)
  • Oldřich Duras (Böhmen)
  • Paul Saladin Leonhardt (Deutschland)
  • Amos Burn (England)